Wirtschaftsentwicklung: Sorge um Stabilität und Ernüchterung Die geopoltische Instabilität hat sich zu einem großen Faktor gedämpfter wirtschaftlicher Erwartungen in den letzten 6 Monaten ausgewachsen. In der regelmäßigen, weltweiten Wirtschaftsumfrage von McKinsey wird die…

Wirtschaftsentwicklung: Sorge um Stabilität und Ernüchterung

Die geopoltische Instabilität hat sich zu einem großen Faktor gedämpfter wirtschaftlicher Erwartungen in den letzten 6 Monaten ausgewachsen. In der regelmäßigen, weltweiten Wirtschaftsumfrage von McKinsey wird die geopolitische Instabilität seit 3 Quartalen mit deutlich steigenden Werten als Hauptsorge benannt. Lag dieser Faktor mit 27% im Dezember 2013 noch auf Rang 4 hinter Werten wie Sorgen um niedrige Konsumenten Nachfrage oder wirtschaftlicher Volatilität, so ist dieser Punkt jetzt bei 82% nach zuletzt 60% im Juni 2014 weit oben in der Skala der Sorgenfaktoren. Die größte Besorgnis betreffs dieses Punktes äußern die Befragten in den USA (89%) vor den Europäern mit 79%. Direkte Auswirkungen auch auf Ihren Heimatmarkt für die nächsten 12 Monate sehen mit sehr starken Anstiegen im September im Vergleich zu Juni und März 2014 die Befragten der USA mit 59% (Juni 18%) , die Befragten der Nicht-Euro-Zone in Europa mit 55% (Juni 39%) und die der Eurozone mit 49% (Juni 16%). Interessant ist der Vergleich der im Juni 2014 erwarteten Einschätzung der Welt – Wirtschaftsentwicklung und der aktuellen Einschätzung. Es hat sich eine deutliche Ernüchterung des zuvor geäußerten Optimismus eingestellt. Entsprechend der in der Wirtschaft sich häufig selbst bestätigenden Erwartungen könnte das in der Tat zur Besorgnis Anlass geben.

Wirtschaftsentwicklung im Heimatmarkt

Glücklicherweise sind die jeweiligen Erwartungen für den eigenen Heimatmarkt vorsichtig optimistischer als die für die weltwirtschaftliche Lage. Allgemein gibt es bei den Erwartungen für den Heimatmarkt eine leichte Eintrübung in Nordamerika, wo nur noch 54% an eine positive Entwicklung glauben im Vergleich zu einer vor 3 Monaten von 58 % geäußerten positiven Grundstimmung. Der Anstieg der Erwartung einer Verschlechterung im Heimatmarkt auf niedrigem Niveau von nur 8 auf 12 % gibt dennoch eine insgesamt positive Zukunftserwartung wieder. In Europa stieg der Wert positiver Erwartungen von niedrigen 35% geringfügig auf 37%. Die negative Einschätzung der aktuellen Lage im jeweiligen Heimatmarkt nimmt von 34% in der Erwartung der nächsten 6 Monate leicht auf 30% ab. In Europa ist insbesondere die Erwartung eines Anstiegs der Arbeitslosenzahlen bei 34% der Befragten gegenüber zuvor 19% der Befragten besorgniserregend für die Stabilität der eigenen Gesellschaft.