Weltweite Wirtschaftserwartungen 2015 Entsprechend der neuesten weltweiten Umfrage von McKinsey unter Wirtschaftsmanagern bleiben die Sorgen um die geopolitische Stabilität ein Hauptfaktor in den Wirtschaftserwartungen 2015. Bereits über dem Verlauf des Jahres 2014 hatte sich…

Weltweite Wirtschaftserwartungen 2015

Entsprechend der neuesten weltweiten Umfrage von McKinsey unter Wirtschaftsmanagern bleiben die Sorgen um die geopolitische Stabilität ein Hauptfaktor in den Wirtschaftserwartungen 2015. Bereits über dem Verlauf des Jahres 2014 hatte sich eine Eintrübung der Aussichten unter diesem Aspekt eingestellt. Aktuell schätzen 70% der Befragten dieses Risiko hoch ein, nach 82 % m September. Vor einem Jahr lag diese Zahl jedoch bei nur 27%. Besonders ausgeprägt sind diese Sorgen in Europa und USA. Hier tritt vor allem verstärkt die Besorgnis der Instabilität im Mittleren Osten und Nord-Afrika sowohl kurzfristig für das nächste Jahr als auch über die gesamte nächste Dekade hervor. Die Wirtschaftslenker schätzen dieses geopolitische Risiko heute doppelt so hoch ein, wie ein Jahr zuvor. Insbesondere in Europa werden diese unmittelbaren Risiken mit wichtigen Auswirkungen auf die lokale Nachfrage sowohl für das kommende Jahr wie für das vor uns liegende Jahrzehnt hoch eingeschätzt. Betreffs der globalen Wirtschaftsentwicklung sind die Umfrageteilnehmer gleichfalls deutlich weniger zufrieden als im 1. Halbjahr 2014. Im März 2014 sahen noch 54% der Befragten auf eine verbesserte Wirtschaftsentwicklung und 16% auf eine Verschlechterung über den vergangenen 6-Monatszeitraum zurück, während es jetzt nur noch 32% sind, die eine Verbesserung beobachteten und 29%, die von einer Eintrübung berichteten. Besonders häufig reporten dies, wie auch m September, Wirtschaftsführer in den USA.

Ausblick 2015

Betreffs des Ausblicks auf die kommenden 6 Monate bleiben die Befragten der Entwicklungsmärkte deutlich optimistischer (44%) als diejenigen der führenden Wirtschaftsmärkte.(27%). Dieses Gap in der Einschätzung hat sich in den letzten 6 Monaten deutlich entwickelt. Insgesamt berichten jedoch die Befragten aller Regionen über eine Eintrübung im Vergleich zu den Bedingungen vor 6 Monaten.

Unternehmenserwartungen 2015

Trotz dieser steigenden Besorgnis, berichten wenige Manager, dass die benannten Risiken die Planungen 2015 erheblich beeinflussen. Obgleich die US-Wirtschaftsführer die größte Besorgnis zur zukünftigen globalen Entwicklung zeigen, möchten nur 22% in den USA einräumen, dass dies ihre 2015 Pläne erheblich beeinflusst. Es ist auffällig, dass die Wirtschaftsführer bei der Einschätzung der Aussichten für ihr eigenes Unternehmen optimistischer sind als bei Einschätzung des wirtschaftlichen Umfeldes. 41% der Manager gehen davon aus, dass die Anzahl ihrer Mitarbeiter in den nächsten 6 Monaten steigen wird, was im März 2014 nur 34% berichteten. 58% gehen auch von einer steigenden Konsumentennachfrage aus nach einem Anteil von nur 36% im März 2014. Dies zieht bei 68% auch die Erwartung steigender Gewinne in den kommenden 6 Monaten nach sich. In den Erwartungen für ihr eigenes Unternehmen sind die Befragten in Europa und Latein-Amerika weniger optimistisch als der benannte Durchschnitt. Die Sorgen um Auswirkungen der geopolitischen Instabilität auf das eigene Unternehmen, Nachfrage und Gewinn, sind hier ausgeprägter.

Neue Wirtschaftsrisiken

Neue Sorgen der Weltwirtschaft sind aufgetaucht. Das Risiko der wirtschaftlichen Volatilität mit Auswirkung auf den Heimatmarkt und die Volatilität an den Währungsmärkten werden als neue, sehr wichtige Risiken für die weltweite Entwicklung eingeschätzt. Besonders ausgeprägt sind diese Sorgen in den Entwicklungsmärkten und der gesamten Asien-Region. Weitere weltweit ausgeprägte beobachtete Risiken betreffen die Sorgen um die Volatilität der Ölpreise und die Risiken der Cyberkriminalität. 69% der Befragten schätzen insbesondere die Cyberkriminalität als sehr wichtiges Risiko ein.

Top 5 Global Risiken der nächsten 12 Monate
März.2014 Juni.2014 Sept.2014 Dec.2014
Geopolitische In-Stabilität 70% 60% 82% 70%
Steigende wirtschaftl. Volatilität 25% 22% 35% 36%
Fallende Konsumenten Nachfrage 31% 31% 22% 23%
Volatilität Wechselkurse 13% 10% 10% 20%
Neue Finanzblasen 21% 27% 20% 19%